|
Die Herr´n von der Tankstelle
Martin Stange, Reinhard M. Neumann und Peter Wieth
Mit nostalgischem Charme erwecken die Herr´n goldene Zeiten zum Leben, mit Liedern, die noch heute zu den beliebtesten Ohrwürmern zählen. In Gesang, Tanz und Schauspiel präsentiert der Palmengarten Ihnen Schlager und Hits aus alten UFA-Tonfilmen. Spieldauer ca. 3 x 30 Minuten Link zu einem YouTube Einspieler 
Begonnen hat alles an der Komischen Oper Berlin. Dort begegneten sich die 3 jungen, enthusiastischen Tänzer, Sänger und Musiker erstmals. Nach Studien z.B. an der Stage-School of Music, Dance and Drama Hamburg und Mitwirkung in verschiedenen Tanzensembles, u.a. Friedrichstadtpalast Berlin und gesammelten Erfahrungen in Bereichen wie Volksmusik, Kreuzschifffahrt, Theater, Pantomime, Showtanz und Eisballett, trafen die Herr'n von der Tankstelle erneut zusammen, um sich endlich gemeinsam Ihrer größten Leidenschaft zu widmen und fortan mit nicht enden wollender Begeisterung die "guten, alten Schlager" auferstehen zu lassen.
Hier ein kleiner Auszug aus dem Repertoire:
|
Ein Freund, ein guter Freund 1930 W. R. Heymann Marschlied aus: "Die Drei von der Tankstelle"
Lieber, guter Herr Gerichtsvollzieher 1930 W. R. Heymann.
Jawoll, meine Herr'n 1937 H. Sommer Foxtrot aus : "Der Mann, der Sherlock Holmes war"
Irgendwo auf der Welt 1931 W. R. Heymann Slowfox aus : "Der blonde Traum"
Mein Gorilla hat ne' Villa im Zoo 1933 T: Fritz Rotter M: Walter Jurmann/ Bronislaw Kaper
Hallo, du süße Frau 1930 W.R. Heymann Foxtrot aus : "Die Drei von der Tankstelle"
Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n 1938 T. Mackeben Slow-Fox aus: "Fünf Millionen suchen einen Erben"
Mein Mädel ist nur eine Verkäuferin 1930 R. Benatzky Slow-Fox aus: "Meine Schwester und ich"
In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine 1943 F. Grothe Chanson-Foxtrot aus: "Die Frau meiner Träume"
|
Mir geht´s gut 1940 W. Bochmann Marschfoxtrot aus : "Lauter Liebe"
Veronika, der Lenz ist da 1930 Foxtrot
Mein kleiner grüner Kaktus 1934 Foxtrot (franz. Traditional)
Unter den Pinien von Argentinien 1932 L. Leux Tango aus : "Truxa"
Junger Mann im Frühling 1940 W. Meisel Foxtrot aus : "Frauen sind doch bessere Diplomaten"
Ich wollt' ich wär ein Huhn 1936 P. Kreuder Foxtrot aus : "Glückskinder"
Kann denn Liebe Sünde sein 1938 L. Brühne Foxtrot aus : "Der Blaufuchs"
Ich tanze mit dir in den Himmel hinein 1937 F. Schröder Langsamer Walzer aus : "Sieben Ohrfeigen"
Liebling, mein Herz läßt dich grüßen 1930 W. R. Heymann Slowfox aus : "Die Drei von der Tankstelle"
|
|
.....und viele andere wundervolle Schlager aus den alten UFA-Filmtagen...!
LVZ 27.03.2010 Charme, Stil und Männlichkeit
Die Herr'n von der Tankstelle mit ihrem Programm "Bitte sehr, bitte gleich" im Theater am Palmengarten
Es gibt Lieder, die sind nicht totzukriegen. Vom Schulkind bis zur Seniorin, beinahe jeder kennt die Evergreens wie "Ein Freund, ein guter Freund" aus den alten UFA-Schinken mit Heinz Rühmann und Gefolge. Viele Künstler haben sich bisher an Stücken wie "Hallo, du süße Frau" und "Mein kleiner grüner Kaktus" versucht, allen voran Max Raabe. Ist es da überhaupt noch mö
|
Unschwer zu erkennen, wer den kleinen Hans alias Heinz Rühmann verkörpert: Peter Wieth mit Martin Stange und Reinhard M. Neumann (von links).Foto: Wolfgang Zeyen
|
glich, ein potenzielles Publikum mit derlei Gassenhauern hinter dem Ofen hervorzulocken? Für Martin Stange, Reinhard M. Neumann und Peter Wieth ist die Antwort eindeutig: Als "Die Herr'n von der Tankstelle" treten sie bei Bällen, 20er-Jahre-Shows und anderen Festivitäten auf, auch in das "Frühlingsfest der Volksmusik" mit Florian Silbereisen haben sie es schon geschafft - die personifizierte Schlager-Allzweckwaffe ist am Donnerstagabend nicht dabei. Die drei Männer, allesamt erfahren in Tanz, Gesang und Schauspiel, brauchen schließlich keine prominente Unterstützung, um ihr Programm "Bitte sehr, bitte gleich!" im Leipziger Revue-Theater am Palmengarten vorzutragen. Mit wunderbar altmodischen, braun karierten Anzügen und mächtig blasiertem Gesichtsausdruck stimmt das Trio "Ich wollt', ich wär ein Huhn" an, animiert die Zuschauer zum gemeinschaftlichen "Pock-pock". Anfangs sind die Gäste im nicht eben vollen Saal sehr zaghaft, schämen sich womöglich, wollen die Albernheiten nicht mitmachen. Martin Stange spaziert durchs Publikum, schafft mit frechen Anmerkungen wie "Sie müssen lernen, als Publikum zu funktionieren!" Stimmung. Und spätestens, als er bei "In der Bar zum Krokodil" einen improvisierten Bauchtanz hinlegt und verlangt, die Damen sollten raunen vor prickelnder Erotik, hat er die Zuhörer in der Hand. Angenehm: Die drei verfügen über eine gesunde Portion Selbstironie, tragen die Hits nicht bierernst vor, bringen ihre ganz eigenen Versionen. Beim Tango "Donna Clara" sächselt es in den Strophen, den alten Grammophon-Sound ahmen die Sänger mit zugehaltener Nase nach. Reinhard M. Neumann singt mit bedeutungsvoll hochgezogener Augenbraue in "Der Wind hat mir ein Lied erzählt" die Verse "die Hand hängt an der Lokustür, und eine Stimme ruft Papier." Ehrliches Lachen, viel Beifall. Peter Wieth, von eher kleiner Statur und mit runder Brille im Gesicht, ist da weniger rampensäuisch veranlagt, dafür umso charmanter: Hingebungsvoll schmachtet er in "Ich brech' die Herzen der stolzesten Frau'n" diverse Damen an, geht vor ihnen auf die Knie, verteilt formvollendete Handküsse. Da klappt auch die Zusammenarbeit mit dem Publikum, das in "Veronika, der Lenz ist da" auf dem Stuhl herumhüpft, winkt und mitsingt. Als Zugabe bringen die Herren "Sag zum Abschied leise Servus". Ginge es nach den Zuschauern, würde man noch lange nicht Abschied nehmen. Maren Winterfeld
|